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Warnung vor sechs ayurvedischen Medikamenten aus Indien

Es drohen erhebliche Gesundheitsgefahren durch Schwermetalle

HANNOVER. Das Niedersächsische Sozialministerium und das Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg warnen dringend vor der Einnahme von sechs ayurvedischen Medikamenten. Diese haben zwar in Deutschland keine Zulassung, gelangen jedoch aus Indien per Internetversandhandel zu uns. Von den betroffenen Medikamenten gehen aufgrund hoher Belastungen mit den Schwermetallen Quecksilber, Blei und Cadmium erhebliche gesundheitliche Gefahren aus. Wegen hoher Überschreitung der geltenden Grenzwerte drohen Schädigungen von Leber und Niere sowie des blutbildenden Knochenmarks. Auch Störungen des zentralen Nervensystems sind möglich.

Folgende Präparate, deren Einfuhr nach § 73 Arzneimittelgesetz verboten ist, sind von der Warnung betroffen:

Beim Präparat DIVYA Arogyavardhani Vati war der Grenzwert von 0,2 mg/kg um das 95000- fache überschritten. Es enthielt 1,9 Prozent Quecksilber.

Auch die Präparate DIVYA  Giloy Sat, DIVIYA Hajrulyahut Bhasm, DIVYA  Medohar Vati, DIVYA Punarnavadi Mantur und DIVYA Ashmarihar Ras überschritten die Grenzwerte für Quecksilber teilweise bis zum 1000-fachen, für Blei bis zum 70-fachen und für Cadmium bis zum 11-fachen.

Bei Untersuchungen der Medikamente durch das Arzneimitteluntersuchungsinstitut-Nord und das Landesuntersuchungsamt für Chemie, Hygiene und Veterinärmedizin Bremen konnten gesundheitsschädliche Belastungen mit Schwermetallen nachgewiesen werden.
Als Teil des bestehenden Arzneimittelwarnsystems hat das Sozialministerium auch das Bundesministerium für Gesundheit, die zuständige Bundesoberbehörde, die anderen Bundesländer und die kommunalen Stellen informiert.

Das Gewerbeaufsichtsamt in Lüneburg war durch vom Zoll sichergestellte Pakete auf die gefährlichen ayurvedischen Präparate aufmerksam geworden und hatte die Untersuchungen veranlasst.
 Niedersächsische Sozialministerium (25.11.2008)

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